Wer steckt hinter melauwe
Irgendwie haben wir in den Jahren bis 2001 immer etwas vom anderen
erfahren. Mela traf meine Mutter beim Einkaufen, ich ihre Schwester
beim Shoppen. Wir, trafen uns immer nur wenn unsere Partner dabei
waren. "Kiek ma da, dit blonde Gift" murmelte es auf der einen Seite,
während es auf der anderen Seite "Ach ne, der Nickel mit seine Holde"
hieß. In 2001 lebten wir beide von unseren damaligen Partnern getrennt
und liefen uns zufällig beim Lidl in der Seegelder Straße in Staaken
über den Weg. Sie lief auf meinen Wagen zu, indem Moment als ich den
Parkplatz verlassen wollte. Und nun kam es wie es kommen sollte. Wir haben uns Zeit für einander genommen, uns kennen- und lieben
gelernt, sind zusammen gezogen, haben geheiratet, ein Haus gebaut,
Charlotte adoptiert und Denis die Möbel hin und her getragen.
melauwe
steht für Carmela & Uwe. Wir haben uns 1984 kennen gelernt, haben
unsere Geburtstage zusammen gefeiert und uns dann wieder getrennt.
Naja, is nur die halbe Geschichte. alles andere wäre für mich nur
unangenehm, obwohl. Mittlerweile lachen wir beide darüber.
Zur Person
Hallo,
ich bin Carmela. Als sechstes Kind meiner Eltern bin am 05.05.1967
in Spandau zur Welt gekommen. Mein Name kommt ursprünglich aus dem
hebräischen und verweist auf dem Berg
Karmel
auf dem die
Karmeliten ihren Orden gründeten. Bei meiner
Namensgebung spielte dies jedoch keine Rolle. Mein Vater lieh sich
meinen Namen von der Sängerin
Carmela Corren die in den 60zigern auch in Deutschland
Popularität erlangte.
Ja, auch ich war schon mal verheiratet. Seit 2004 bin ich die "Nickelfrau". 2009 feierten wir unser 25 jähriges "kennenlernen". Tja, und am 04.08.2011 jährt sich zum 10. Mal unser aufeinandertreffen beim Lidl.
26.
April 1963, Krankenhausbetrieb von Berlin Spandau, Entbindung kurz
nach Mitternacht. Als meine Mutter die Hebamme fragte wie es ihrem
Sohn ging, antwortete diese, "Hören sie hin, es ist der welcher am
lautesten Schreit. Der hat immer Hunger." Essen ist auch Heute noch
meine Leidenschaft. Ich bin ein Genussmensch. Der Kreis schloss sich
1981. Ich war wieder da, in dem Haus in welchem ich geboren wurde
und begann eine Ausbildung zum Krankenpflegehelfer. Arbeitete drei
Jahre in der Geriatrie Streitstraße und Hohengatow um dann
berufsbegleitend mein Krankenpflegeexamen abzulegen. Nach dem Examen
ging es auf die interdisziplinäre Intensivstation nach Havelhöhe.
Heute. Heute bin ich glücklich verheiratet mit meiner Mela. 30 Jahre
bin ich nun im Gesundheitswesen tätig. Hab viel gesehen, viel
gemacht. Die schönste Zeit? Als Dozent im Fachbereich Pflege an
privaten Wirtschaftsfachschulen. Und jetzt?
Hai,
ich bin Denis. Am 08. Januar 1989 erblickte ich das Licht der Welt.
Denis, mit nur einem "n" bedeutet: Der zum helfen Geborene. Bin so`n
kleiner Nomade. Meine Eltern sind ziemlich oft mit mir umgezogen.
Meine große Leidenschaft war das American Football, was ich bei den
Spandau Bulldogs
aktiv betrieben habe. Nach Ende der Schule und Beginn meiner
Ausbildung zum "Küchenbullen" habe ich aus Zeitmangel diesen Sport
an den Nagel hängen müssen. Bei meinen Eltern bin ich mittlerweile
ausgezogen. Meinen Gesellenbrief als Koch hab ich in der Tasche.
Meinem Traum im Ausland zu arbeiten, Erfahrungen und Eindrücke zu
sammeln bin ich ein Stück näher gekommen. Mein Lebensmittelpunkt
befindet sich seit April 2011 in
Wien.
Vielleicht verschlägt es mich auch auf einen Dampfer, keinen
Bananendampfer, ein Kreuzfahrtschiff. Schaun mer mal.
Hallo,
ich bin Charlotte. Als Maikätzchen erblickte ich 2008 das Licht der
Welt. Ein Bild von mir und meinen Geschwistern hing bei Mela auf
Arbeit am schwarzem Brett. Ich sollte ein Junge sein! Pah, denen hab
ich aber einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Uncle Kracker,
was`n Name! Nur weil die beiden den ganzen Tag
Follow Me
von diesem Typen trällern. Charlotte ist die weibliche Form von
Charles und bedeutet die freie Frau. Freiheiten!? Nehme ich mir
viele raus. Ich nehme mir die Freiheit mein Frauchen zu wecken wenn
diese noch schlafen könnte. Ich nehme mir die Freiheit zu schlafen
wenn die anderen dann endlich wach sind. Als 4 Monatskätzchen
eroberte ich das Grundstück. Gaaaanz langsam, jeden Tag ein paar
Quadratmeter mehr und schwupps, saß ich in der Tanne. Die höchste
Leiter ragte nicht an mich heran. Mein Herrchen musste sich auf
Zehenspitzen stehend ganz schön strecken. Nachdem ich beschlossen
hatte von hier oben genug gesehen zu haben wäre er beinahe noch mit
mir und der Leiter zur Seite gekippt. Ich hielt es für besser von
seinem Rücken zuspringen um mir das ganze aus sicherer Entfernung
anzuschauen. Nein, er ist nicht gefallen. Ich dachte ich krieg jetzt
mecker und bin auf den nächsten Baum geflüchtet. Er lachte nur und
sagte so etwas wie "Sieh zu wie de da runter kommst." Als wenn ich
das nicht könnte, naja. Mittlerweile bin ich 3 Jahre jung und hab
die beiden gut im Griff. So wie es is kann es für mich ruhig
weitergehen.





