Von der Partyplauderei zum Traumhaus

Es war die Einweihungsparty von Nancy und Guido. Die beiden haben zusammen mit Sohn Dennis nach einigen Wochen Umbau und Modernisierung ihr Haus zur Miete bezogen.

Es war stockfinster und vier Gestalten standen um zwei Flaschen Bacardi, von denen eine schon geleert war, mitten auf dem Rasen herum und planten den Bau eines Hauses. Ein Maurer, ein Elektriker, ein Trockenbauer und ich, ein Krankenpfleger.

Nachdem der Rausch verflogen war stellte sich heraus, dass jeder an dieser Runde beteiligte sich der Ernsthaftigkeit des feucht, fröhlichen Partyplausches voll bewusst war. So traf man sich, vertiefte die Gespräche, sprach mit Architekten und Finanzleuten und brachte den Traum vom eigenen Haus zu Papier.

Für uns stand fest, dass dieser Traum nur wahr werden würde, wenn wir ein Grundstück finden würden welches unseren Vorstellungen entsprach. Einen Kompromiss wollten wir nicht eingehen.

Internetrecherche, endlos viele Angebote im Havelland, das meiste Konzentrierte sich im Raum Falkensee und Umgebung. Ich präsentierte meiner Mela nur die wirklich schönen. Die Vorgabe: mindestens 21 Meter in der Breite wegen der Abstandsflächen, da unser Bungalow eine Grundfläche von 15,05 x 13,80 m hatte.

Hanggründstücke, Waldgrundstücke, Hammergrundstücke, Bauplätze an vielbefahrenen Straßen, Gegenden in denen sich Füchse gute Nacht sagen und Gegenden in denen man nicht Tod über dem Zaun hängen wollte. Buchow Karpzow, Traumgrundstück am Hang, unverbaubarer Blick über eine Pferdekoppe direkt auf den Havelkanal. Fundamente eines Abrisshauses welches unter Denkmalschutz stand. 416 Einwohner, Füchse gute Nacht, Tod überm..... Denn eben nich!

Traumgrundstück, 24 Meter, Idylle pur ....

Ein Expose mit Bild einer Laube ohne genaue Adresse im Auto liegend klapperte ich Schönwalde ab. Gefunden, meine Mela angerufen, nach Feierabend hingefahren, geschwärmt, Makler angerufen, Makler pikiert, noch kein Schild aufgestellt, woher wir vom Verkauf erfahren haben, Grundstück reserviert, Anzahlung geleistet, Hausbaupläne vorangetrieben, Notartermin, von Erbengemeinschaft gekauft, Bauantrag 6 Monate, Verärgerung, Bodenplatte, erste Steinreihe, es wird.

Mehr Details zum Haus gibts hier......

 

Wer nicht erfreut wenn er kommt, wird uns erfreuen wenn er geht.

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